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05. Nov 2019

Fragen zur klinischen Versorgung von Kindern

In der Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Soziales und Gesundheit am 19.11.2019 werden Fragen zur stationären Versorgungssicherheit in der Kindermedizin gestellt: 


Sehr geehrter Herr Vorsitzender,

laut einer Studie des Kölner CERES-Instituts unter Beschäftigten in der Kinder- und Jugendmedizin sind viele Kinderkliniken finanziell und personell unterfinanziert. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage der Kliniken werden insbesondere akut erkrankte Kinder immer häufiger abgewiesen.

Dass die Versorgung von Kindern trotz wachsenden Bedarfs auch in NRW abgebaut wird, zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Vor 20 Jahren gab es in der Kindermedizin etwa 5.300 Betten bei rund 213.000 Fällen, 2017 dagegen nur noch 4.500 Betten für 236.000 Fälle. Auch bundesweit sind die Fallzahlen gestiegen, die Bettenzahl ist seit 1997 um fast 60 Prozent gesunken.

Die Ursache hierfür sehen die Initiatoren der Studie in der einheitlichen Vergütung von erwachsenen Patienten und Patienten im Kindesalter. Durch Zahlung einer Durchschnittspauschale durch die Krankenkassen würde der erhöhte Versorgungsaufwand von erkrankten Kindern nicht berücksichtigt.


Die AfD-Fraktion bittet daher um Beantwortung folgender Fragen:

• Wie gestaltet sich die Situation an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Dortmund?

• Gibt es Berichte über abgelehnte Patienten im Kindesalter, die sodann an andere Kliniken verwiesen wurden?

• Benötigt die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin derzeit Drittmittel um die Versorgung der jungen Patienten sicherzustellen?
Gelesen: 219 mal Letzte Änderung am: Dienstag, 05 November 2019 18:10