Rathaus
20. Feb 2020

Dortmund schafft sich ab

In einer aktuellen Pressemeldung "Zehn Prozent aller Haushalte sprechen kein Deutsch" wird der AfD-Bundestagsabgeordnete René Springer zitiert:

„Das Beherrschen der deutschen Sprache ist der Schlüssel für die soziale Integration von Zuwanderern. Wenn nur die Hälfte der Gastarbeiter, die schon ein halbes Leben in Deutschland verbracht haben, zu Hause deutsch sprechen, werden die Grenzen der Integrationsfähigkeit deutlich.“

Auf eine Anfrage der FDP im November des letzten Jahres wurde mitgeteilt, daß mehr als ein Viertel der Kita-Kinder im Elternhaus nicht Deutsch sprechen würden.

Passend dazu wurde in der heutigen Sitzung des FABIDO (der Betriebsausschuss für die städtischen Kindertageseinrichtungen) eine Statistik vorgelegt, die die Fallzahlen von Kindern mit nichtdeutscher Familiensprache in den Dortmunder Einrichtungen quantifiziert. Nach Stadtbezirken geordnet ergibt sich das folgende Bild:


Aplerbeck 20,2%
Hombruch 20,8%
Hörde 25,6%
Innenstadt-Ost 28,8%
Lütgendortmund 30,5%
Brackel 31,9%
Innenstadt-West  38,8%
Scharnhorst 43,6%
Huckarde 47,0%
Mengede 54,6%
Eving 67,2%
Innenstadt-Nord      82,6%



Nicht nur, daß Dortmund damit weit über dem o.g. Bundesdurchschnitt liegt - die Zahlen zeigen vor allem die weit fortgeschrittene Segregation innerhalb der Dortmunder Einwohnerschaft. Erfahrungsgemäß darf bezweifelt werden, daß jene linksgrünen Befürworter eines globalen Multikulturalismus ihren eigenen Nachwuchs in eine nördlich gelegene Einrichtung gibt, in denen der deutschsprachige Kulturraum seitens der Kinder kaum noch vertreten ist. Spitzenreiter mit über 90% sind die folgenden Kitas:
 

Steinstraße 37 in Nord 92,2%
Rotbuchenweg 147 in Eving 92,3%
Grävingholzstraße 59 in Eving   95,0%
Bornstaße 52 in Nord 98,0%
Clarenberg 37 in Hörde 99,1%
Haydnstraße 14 in Nord 100 %


Deutsch bleibt offenbar für viele Zuwanderer eine "lingua incognita". Warum auch nicht, wenn selbst Fahrprüfungen in fremder Sprache absolviert werden können, scheint der deutsche Staat jeglichen Anspruch an die Zuwanderer bezüglich der Pflicht zur sprachlichen Integration verloren zu haben.

Als Thilo Sarrazin vor 10 Jahren in seinem Buch "Deutschland schafft sich ab" auf demografische Fehlentwicklungen und die Entstehung von Parallelgesellschaften hinwies, waren nicht nur seine Genossen in der SPD empört. Persönliche Diffamierungen standen auf der Tagesordnung. Nur zehn Jahre nach Erscheinen des Sachbuches, hat die seither stattgefundene Entwicklung Sarrazins Voraussagen längst überholt. Die Mehrheitsgesellschaft ist ebenso Geschichte, wie die sie verraten habenden "Volks"parteien.

Zur Erinnerung ein Auszug aus Deutschland schafft sich ab: 2. Aufl., S. 326:

„Wer da ist und einen legalen Aufenthaltsstatus hat, ist willkommen. Aber wir erwarten von euch, dass ihr die Sprache lernt, dass ihr euren Lebensunterhalt mit Arbeit verdient, dass ihr Bildungsehrgeiz für eure Kinder habt, dass ihr euch an die Sitten und Gebräuche Deutschlands anpasst und dass ihr mit der Zeit Deutsche werdet – wenn nicht ihr, dann spätestens eure Kinder. Wenn ihr muslimischen Glaubens seid, o.k. Damit habt ihr dieselben Rechte und Pflichten wie heidnische, evangelische oder katholische Deutsche. Aber wir wollen keine nationalen Minderheiten. Wer Türke oder Araber bleiben will und dies auch für seine Kinder möchte, der ist in seinem Herkunftsland besser aufgehoben. Und wer vor allem an den Segnungen des deutschen Sozialstaats interessiert ist, der ist bei uns schon gar nicht willkommen.“
Gelesen: 385 mal Letzte Änderung am: Donnerstag, 20 Februar 2020 18:21
Andreas Urbanek

Fraktionsgeschäftsführer
aurbanek@stadtdo.de

Andreas Urbanek, 1965 in Pirna bei Dresden geboren, studierte Betriebswirtschaftslehre in Dortmund, und ist Geschäftsführer eines gemeinnützigen Vereins. Zuvor ohne parteipolitische Betätigung, ist er seit Mai 2013 Mitglied in der AfD und seit 2017 Fraktionsgeschäftsführer der AfD-Fraktion im Dortmunder Rat sowie seit 2014 Mitglied im Dortmunder Rat und in der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord.