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Beuthstraße im Westen: Integrativer Historismus statt geschichtsverachtender Cancel Culture Christian Peter Wilhelm Beuth, Porträt, Lithographie von Friedrich Jentzen nach einer Studie von Franz Krüger, um 1835.
27. Apr 2021

Beuthstraße im Westen: Integrativer Historismus statt geschichtsverachtender Cancel Culture

Die linksliberale "Cancel Culture" wütet nun auch in der Innenstadt-West. Im Fokus steht diesmal die Beuthstraße, die an den preußischen Beamten Christian Beuth erinnert. Sie soll auf Betreiben der SPD und Grünen nun in "Straße der Vielfalt" umbenannt werden. Unsere AfD-Bezirksvertreterin, Waltraud Hendler, stellt sich mit einem Ergänzungsantrag gegen diesen Bildersturm:

Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister Fuß,

am 17.06.2020 beschloss die Bezirksvertretung Innenstadt-West einstimmig, die Verwaltung zu prüfen zu lassen, ob eine Umbenennung der Beuthstraße in Frage käme. In der Beantwortung des Prüfauftrages stellte Stadtdirektor Jörg Stüdemann unter Bezug auf einen Wikipedia-Artikel über Christian Peter Beuth fest, dass dieser im Rahmen seiner Sonntagstischgesellschaften, antifranzösisch und antisemitisch agitiert habe.

Dieser einseitigen Darstellung des Wirkens Christian Beuths ist zu widersprechen. Laut Auskunft des Landschaftsverbandes Rheinland war Beuth ein Verfechter der Gewerbefreiheit sowie der Marktwirtschaft, ein pflichtbewusster Ministerialbeamter und ein Wegbereiter der deutschen Ingenieurskunst.

Sein Vermögen stiftete er testamentarisch der Armenverwaltung von Kleve zur Unterstützung hilfsbedürftiger Frauen. Zudem lobte er ein Stipendium für mittellose Architektur- und Bauingenieursstudenten aus.

Die Reduzierung seines Wirkens auf eine zeitgeistige anti-französische Grundhaltung, die wohl auch auf seine Teilnahme an den Befreiungskriegen zurückzuführen ist, sowie den damals Europaweit-grassierenden Antisemitismus, ist unwissenschaftlich und geschichtsverachtend.

Personen der Zeitgeschichte sind auch im historischen Kontext zu bewerten.

Daher stelle ich folgenden Antrag:

„Die Bezirksvertretung Innenstadt-West hebt den Beschluss vom 17.06.2020 auf. Der Name Beuthstraße wird beibehalten. In Kooperation mit dem Landschaftsverband Rheinland soll ein Digitalcode am Straßenschild installiert werden, der sowohl auf die Ausführungen des LVRs zu Beuth verweist, als auch seinen politischen Antisemitismus thematisiert.“

Mit freundlichen Grüßen,

Waltraud Hendler

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