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Ct-Wert beachten - Nichtinfektiöse Menschen nicht der Freiheit berauben Tho-Ge/ pixabay
23. Jun 2021

Ct-Wert beachten - Nichtinfektiöse Menschen nicht der Freiheit berauben

Hinsichtlich der Ungenauigkeit des PCR-Tests stellt die AfD-Fraktion Dortmund in der morgigen Sitzung folgenden Dringlichkeitsantrag:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

am 9. Juni berichteten die Ruhr Nachrichten von einer Dortmunder Familie, die bereits zum 6. Mal in Quarantäne geschickt würde. Zuletzt sei der Sohn nach einem sogenannten Lolli-Test positiv getestet worden, und zwar „schwach-positiv und an der Nachweisgrenze“. Eine „klinische Relevanz“ des Ergebnisses könne das Labor daher nicht abschließend beurteilen. Alle Familienmitglieder, inklusive des vermeintlich infizierten Sohnes, unterzogen sich daraufhin PCR-Tests, die sämtlich negativ ausfielen. Davon unbeeindruckt verhängte das Gesundheitsamt für die gesamte Familie dennoch Quarantäne. Die gleiche Erfahrung hatte ein Dortmunder zu Pfingsten gemacht. Trotz zwei negativer PCR-Folgetests, blieb das Gesundheitsamt auch in diesem Fall eisern, denn, so die Ruhr Nachrichten, „ein Positiv-Test sei nun mal ein Positiv-Test“!

Bereits am 6. September 2020 kritisierte die Süddeutsche Zeitung,

„dass zahlreiche Menschen ein positives Testergebnis bekommen, obwohl die Infektion bei ihnen schon so lange zurückliegt, dass sie kaum noch Viren im Körper haben. Sie können deshalb niemanden mehr anstecken, eine Quarantäne ist somit sehr fragwürdig. Doch in der Praxis spielt dies kaum eine Rolle.“

Unter Berufung auf das Robert-Koch-Institut, heißt es weiter, „aus den Proben von Menschen mit einem Ct-Wert von mehr als 30 lässt sich im Labor kein Virus mehr vermehren.“ Die Labore hingegen stoppten ihre PCR-Analysen „in der Regel erst bei 37 oder 40“.

Forscher der Universität Duisburg-Essen fordern sogar, PCR-Testergebnisse ab einem Ct-Wert von 25 als negativ zu werten. Am 18. Juni 2021 stellten sie die Ergebnisse ihrer Auswertung von rund 190.000 PCR-Testergebnissen vor. Durchschnittlich 60 Prozent der positiv Getesteten seien demnach nicht ansteckend gewesen.

Auch in den beschriebenen Fällen aus Dortmund hatte der bei jedem PCR-Test automatisch erfasste Ct-Wert bei den ersten, als positiv gewerteten Testergebnissen auf eine so niedrige Viruskonzentration hingewiesen, dass auf das drastische Mittel der Quarantäne hätte verzichtet werden müssen.

Die AfD-Fraktion beantragt daher:

Nichtinfektiöse Menschen dürfen nicht länger ihrer Freiheit beraubt werden. Das Gesundheitsamt soll Labore mit sofortiger Wirkung verpflichten, bei jedem PCR-Testergebnis den Ct-Wert mitanzugeben. Ergebnisse mit einem Ct-Wert ab 25 sind als negativ zu werten.

 

Die Dringlichkeit ergibt sich aus den anhaltenden Freiheitsberaubungen durch Anordnungen der Quarantäne von Menschen, die nicht infektiös sind. Ein derartiger Freiheitseingriff ist nicht verhältnismäßig und muss staatlicherseits unterbunden werden.

AfD-Fraktion Dortmund

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