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Verwaltungsversagen: Überstunden und Urlaub von städtischen Mitarbeitern wächst auf 416 Jahre an Inactive account – ID 12138562/ pixabay
11. Aug 2021

Verwaltungsversagen: Überstunden und Urlaub von städtischen Mitarbeitern wächst auf 416 Jahre an

Obwohl die städtische Infrastruktur im vergangenen Jahr aufgrund der zahlreichen Lockdowns weitestgehend brach lag, wuchs der Berg an Überstunden und Urlaubstagen kommunaler Angestellter auf 416 Arbeitsjahre an. Schwimmbäder, Kindertageseinrichtungen, Museen und Theater waren geschlossen – doch das Personalmanagement verordnete seinen Mitarbeitern nicht, die angehäuften Urlaubstage abzubauen. Im Gegenteil: Man schuf in zig Bereichen 404 neue Stellen.

Allein im März 2020 waren rund 2500 Angestellte der Stadt im Homeoffice. Ihren Urlaub oder ihre Überstunden bauten sie jedoch nicht ab, sie verbrachten die Zeit zuhause oft ohne konkretes Tätigkeitsfeld.

61.675 Resturlaubstage – rund 280 Jahre Resturlaub häuften die Verwaltungsmitarbeiter an. Doch Oberbürgermeister Sierau (SPD) und sein Personaldezernent Uhr (SPD) schwiegen, standen doch im Herbst 2020 Kommunalwahlen an und niemand in kommunaler Führungsverantwortung war gewillt, es sich mit den potenziellen Wählern in der Stadtverwaltung zu verscherzen.

Peter Bohnhof, personalpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, übt scharfe Kritik am Missmanagement der Verwaltungsspitze:

„Der Steuerzahler darf nun einmal mehr das Versagen der Verwaltungsführung Dortmunds teuer bezahlen. Auf ihn kommen zweistellige Millionenbeträge zu. Ein Verantwortlicher findet sich, wie so häufig, nicht. In der freien Wirtschaft würde ein Geschäftsführer für ein derartiges Gebaren gefeuert – in Dortmund verschweigt man es lieber.“

Allein für den Jahresabschluss 2019 berichtete die Stadt, dass am 31. Dezember 2019 Rückstellungen in Höhe von rund 14 Millionen Euro für Resturlaub und fast 4 Millionen Euro für Überstunden gebildet werden mussten. Und dies schließt die Kosten für die Angestellten der städtischen Eigenbetriebe nicht einmal mit ein.

Ratsherr Bohnhof erklärt hierzu:

„Auch die Mehrbelastungen durch die Corona-Krise können wir nicht gelten lassen. Mögen Gesundheitsamt und Ordnungsamt auch zusätzlich belastet gewesen sein. Der Rest der Stadt war im Notbetrieb und hätte Urlaubstage und Überstunden abbauen können.“

Die Stadtführung muss sich nun erklären – die AfD-Fraktion Dortmund wird diesem Führungsversagen auf den Zahn fühlen und im Ausschuss für Personal und Digitalisierung die entsprechenden Fragen stellen.

Ihre

AfD-Fraktion Dortmund

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